Aktuelles zu Heinz Knobloch
Stand: 03.03.2016

90 Jahre Heinz Knobloch!

(Version 1 vom 3.3.2016 - 8 Uhr morgens)

Heute wäre der 2003 verstorbene große deutsche Feuilletonist 90 Jahre alt geworden. Doch leider ist heute morgen festzustellen, dass dieser Ehrentag nur noch von Wenigen zur Kenntnis genommen wird.

Als erste meldeten die Dresdner Neuesten Nachrichten bereits am 29. Februar die Wiederkehr seines Geburtstages, denn er wurde am 3. März 1926 in Dresden geboren und liegt dort auf eigenen Wunsch auf dem Johannis-Friedhof in Dresden-Tolkewitz begraben. Heute morgen finde ich per Internetrecherche bisher nur eine nette Referenz zu diesem Geburtstag auf der Schach-Webseite rankzero.de, die ein für dieses Spiel passendes Zitat in bester Knoblochscher Manier gefunden hat:

Heinz Knobloch 90

Tuesday, March 1st, 2016
Die Seitenstraßen der Brunnenstraße heißen harmlos geographisch-logisch nach nördlichen Orten: Rheinsberg, Schönholz, Bernau, Stralsund, Usedom und Insel Rügen. Im Volkspark Weinbergsweg planschen Kinder, reden Mütter oder lesen, alte Männer spielen Schach; und dort, wo sich die Rücken zusammendrängen, sind Karten im Spiel.

(Aus: Die schönen Umwege: Beobachtungen.)

Gibt man auf der NEWS-Seite von google das Ereignis des Geburtstages ein, erhält man zwei links zu einer Demonstration, die auf der nach ihm benannten Grünfläche in Berlin-Pankow, dem Heinz-Knobloch-Platz, stattfand, wo sich verunsicherte Anwohner nach einem anonymen Flugblattaufruf gegen den Ausbau einer Flüchtlingseinrichtung im September 2013 versammelt haben, was aber nicht gerade zur Ehrung unseres Jubilars beiträgt...

Wahrscheinlich werden heute in einigen Zeitungen noch kleine Hinweise auf diesen Tag erscheinen. Eine Veranstaltung zu seinem Gedenken ist mir weder aus Berlin noch anderswo bisher bekannt. Das Interesse für diesen Feuilletonisten, der in der ehemaligen DDR eine wichtige Funktion in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem durch seine 999 aufeinander folgenden Feuilletons in der WOCHENPOST von 1968 - 1988 gehabt hat und  der schon vor der Vereinigung der beiden deutschen Staaten insbesondere in Westberlin intensiv wahrgenommen und zu Lesungen eingeladen wurde, scheint in unserer von großer Schnelllebigkeit gekennzeichneten Welt fast völlig erlahmt zu sein. Obwohl er gerade mit seinen kurzen Texten immer wieder in der Lage war, Themen und Erinnerungen wie in einem Brennglas auf den Punkt zu bringen, ist seine Kunst, inne zu halten, einen Schritt zurückzutreten und die scheinbar kleinen und alltäglichen Besonderheiten zur Geltung zu bringen, heute scheinbar kaum noch gefragt.

Da der für ihn zuletzt zuständige Verleger schon seit Jahren keine Wiederveröffentlichung oder Neuzusammenstellungen aus Knoblochs Werk herausgebracht hat, möchte ich aus Anlass dieses Ehrentages auf dieser Webseite zum ersten Mal die vollständige Liste der 1000 Feuilletons "Mit beiden Augen" aus der WOCHENPOST für interessierte Leser zur Verfügung stellen.

Es handelt sich dabei um eine vollständige Liste aller Titel dieser 1000 Feuilletons mit der Angabe der Ausgabe der Wochenpost, in der sie erschienen sind. So ist es erstmals möglich, in einer Liste nach Titeln und Themen zu suchen, mit denen sich Heinz Knobloch in diesen 20 Jahren beschäftigt hat. Nicht immer verrät der Titel Genaueres über den Inhalt; dafür wäre es notwendig, zusätzlich eine Schlagwort- und Themenspalte in diese Liste einzufügen. Eine solche Entfaltung der Themenvielfalt, mit der sich Heinz Knobloch bechäftigt hat, ist späteren Versionen dieser von mir selbst erstellten Liste vorbehalten.

Ich wünsche allen Knobloch-Liebhabern, solchen, die es vielleicht noch werden möchten und anderen Interessierten, dass Ihnen diese Webseite Anregungen gibt, sich neu oder erneut mit seinem Werk zu befassen. Als Leser werden sie feststellen, dass uns seine Texte und Sichtweisen auch heute noch eine Menge zu sagen haben und überraschende Erkenntnisse liefern können.

Helmut Mehnert

Ein enger Freund von Heinz Knobloch machte heute morgen dieses Foto.


 

 

Mit großer Freude können wir hier bekanntgeben, dass ein neues Buch mit Feuilletons von Heinz Knobloch erschienen ist!

Der Band enthält eine ganze Reihe bisher unveröffentlichter Feuilletons, die bestätigen, wie Heinz Knobloch die Feuilletonkunst beherrschte.

Es ist im Verlag "edition hüne" erschienen und kann überall im Buchhandel bezogen werden.

Gehst Du durch Berlin 2014

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Zum 10. Todestag von Heinz Knobloch am 24.7.2013

wurde am Haus seiner letzten Wohnadresse in Berlin-Pankow, Masurenstraße, eine Gedenktafel enthüllt, die ihn als Schriftsteller und Feuilletonisten in der Tradition der "Berliner Aufklärung" würdigt. Siehe dazu die Pressemitteilung der Senatskanzlei des Landes Berlin  und die Meldungen z.B. in Berliner Morgenpost , Berliner Woche, einseitig kritisch dazu die Junge Welt.

Zur Enthüllung sprachen Kultur-Staatssekretär André Schmitz (links), Rainer Knauber von der GASAG (rechts). Die Laudatio für den Freundeskreis Heinz Knobloch hielt Andreas Nachama (Mitte).

Fotos: H. Mehnert


 

Um den Text der Gedenktafel und über die Rahmenbedingungen dieser Ehrung sind einige Missverständnisse aufgetreten. Zu einem Artikel von Katharina Schulze in der Ausgabe 12/2013 der Zeitschrift "Ossietzky" (veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Verlages) finden Sie anschließend hier eine Richtigstellung von Peter Hüne vom Freundeskreis Heinz Knobloch sowie im Anschluss daran einen weiteren Artikel aus Ossietzky (13/2013):

Betrifft: Ossietzky Ausgabe 12/2013 – „Eine Enthüllungsgeschichte“ von Katharina Schulze

Artikel aus:

 

Ausgabe 12/2013

Eine Enthüllungsgeschichte

Katharina Schulze

Und wenn er nur jene 1000 (tausend!) Feuilletons geschrieben hätte, die die legendäre Wochenpost in den Jahren zwischen 1968 und 1988 unter dem Titel »Mit beiden Augen« gedruckt hat – der Platz im Literatenhimmel wäre ihm sicher. Doch Heinz Knobloch ist ein ungewöhnlich fleißiger Mann gewesen, ein äußerst gewissenhaft recherchierender und vielseitig interessierter dazu. Er hat mehr als fünfzig Bücher veröffentlicht: vor allem Feuilletonsammlungen mit so charmanten Titeln wie »Herztöne und Zimmermannssplitter«, »Stäubchen aufwirbeln«, »Mißtraut den Grünanlagen«; Biographisches: »Herr Moses in Berlin«eine Würdigung des jüdischen Aufklärers, Philosophen und Schriftstellers Moses Mendelssohn, »Meine liebste Mathilde« – Sympathieerklärung für eine Frau, die Rosa Luxemburg ihren »guten Engel« nannte, »Der beherzte Reviervorsteher«die Geschichte des ungewöhnlich couragierten Polizisten Grützfeld, der in der Pogromnacht 1938 den Brand der Synagoge in der Oranienburger Straße verhinderte; Autobiographisches: »Eierschecke – Eine Dresdner Kindheit«, »Das Lächeln der Wochenpost – Wie unsereins Zeitung machte«. Auch ein Lehrbuch hat Knobloch verfaßt: »Vom Wesen des Feuilletons«. Und er ist Mitautor eines Kochbuchs: »Weltreise mit Messer und Gabel«. Zudem hat der bekennende Feinschmecker die nördliche Eierscheckengrenze definiert, die am Börderand, bei Haldensleben zu suchen wäre.

Die Leserschar der Knoblochschen »Kritzelfrüchte« ist sechsstellig. Frauen und Männer aller Altersgruppen waren gleichermaßen berührt von den detailgetreuen und selbstironischen Reflexionen ihres Alltags wie vom unaufdringlichen Bemühen des Autors, Interesse für manches Fremde und besonders immer wieder Verständnis zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Deutschen zu wecken. Und nicht zuletzt war es der Humor, von dem sich die Leser angesprochen fühlten, beziehungsweise von dem, was sie »zwischen den Zeilen« entdeckten.

Wohlwollend auch die Reaktionen gesellschaftlicher und staatlicher Institutionen: der Verleihung des FDGB-Literaturpreises folgten der Heinrich-Heine-Preis, der Goethepreis der Stadt Berlin, der Lion-Feuchtwanger-Preis der Akademie der Künste der DDR, der Nationalpreis für Kunst und Literatur. 1994 kamen der Moses-Mendelssohn-Preis für Toleranz und 1998 der Verdienstorden des Landes Berlin hinzu. Das Mendelssohn-Buch wie auch das über Mathilde Jacob wurden im Westen veröffentlicht. Dennoch blieb Knobloch dort drüben weitgehend unbekannt. Die Zeiten und der Literaturbetrieb wurden lauter. Um Kno, der zeitlebens zu den Leisen zählte, wurde es stiller. Im Jahre 2003 ist Heinz Knobloch verstummt. Seine Urne wurde wunschgemäß im Familiengrab in Dresden-Tolkewitz beigesetzt.

Ein reger Freundeskreis – der Verleger, der Buchhändler, einige Kollegen – hält die Erinnerung wach an den Mann, der kein Schriftsteller sein wollte, aber einer der wichtigen war. Seit seinem 80. Geburtstag heißt die Grünanlage dem Haus gegenüber, in dem er seit 1957 wohnte, Heinz-Knobloch-Platz. Zum 10. Todestag soll an dem Gebäude eine BERLINER GEDENKTAFEL angebracht werden. Diese spezielle Form einer Ehrung wurde 1987 in West-Berlin zur 750-Jahrfeier der Stadt ersonnen und inzwischen auf die östlichen Stadtbezirke ausgedehnt. Denn: »Einziges Kriterium der zu Ehrenden sind die Leistungen für oder in Berlin. Politische Überzeugungen oder Alibifunktionen bleiben unberücksichtigt. Grundsätzlich sollen nur Personen bzw. Institutionen mit einer Gedenktafel bedacht werden, die auch von überregionaler Bedeutung sind.« Soviel aus den Richtlinien der Historischen Kommission, die das Prozedere überwacht.

Selbige Voraussetzungen nachzuweisen, fiel dem Freundeskreis nicht schwer. Er hat zudem eine Erklärung zur Übernahme der Kosten abgegeben und 2500 Euro gesammelt und die Zustimmung des Stadtbezirks Pankow eingeholt. Die weiße Tafel aus Königlich-Preußischem Porzellan wird einmal in den Besitz des Bezirksamtes übergehen. Schwieriger war es, dem Vorstand der Ersten Wohnungsbaugenossenschaft Pankow die Erlaubnis abzuringen, daß vier Befestigungsschrauben in die gerade frisch gedämmte Hausfassade gebohrt werden dürfen. Es wurden »Kältebrücken« befürchtet. Schließlich mußten sich die Freunde nur noch über den Text der Tafel verständigen – und zwar mit der Historischen Kommission. Über die erste Zeile – »Du überlebst, wenn du nicht alles machst, was befohlen wurde« (ein Knobloch-Zitat) – und über die letzte – »Gefördert durch die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft« (ein bekannter Preis-Treiber) – war man sich schnell einig. Nicht aber über die weiteren Angaben. Der Freundeskreis hätte gern erwähnt gesehen, daß Heinz Knobloch 38 Jahre für die Wochenpost gearbeitet und den Heinepreis sowie einen Nationalpreis bekommen hat. Die Herren der HiKo konzentrieren sich auf die beiden post-DDR-Auszeichnungen und die Mitteilung »Publizistisch wirkte er in der Tradition der ›Berliner Aufklärung‹«. Richtig bemerkt. Der Satz wird dennoch den einen oder anderen Betrachter der Gedenktafel ins Grübeln bringen. Der Freundeskreis mag durchsehen: Besser eine fragwürdige Tafel, als gar keine. Im Dienste der Sache – wie man einmal sagte – war er zu jedem Kompromiß bereit. Wieder einmal haben die Sieger der Geschichte gewonnen.

»Helf er sich!« würde Knobloch gesagt haben.

Erschienen in Ossietzky 12/2013 (Mit freundlicher Genehmigung des Verlages auf dieser Website)

Richtigstellung zum obigen Ossietzky-Artikel von Peter Hüne (Freundeskreis Heinz Knobloch):

Zuvor eine kurze Bemerkung zu dem Satz: Ein reger Freundeskreis – der Verleger, der Buchhändler, einige Kollegen – hält die Erinnerung wach an den Mann, der kein Schriftsteller sein wollte, aber einer der wichtigen war.

Heinz Knobloch selbst bezeichnete sich auf seinen Visitenkarten als Schriftsteller, auf seinem Dresdner Grabstein steht: Heinz Knobloch, 3.3.1926-24.7.2003, Schriftsteller. So wollte er in Erinnerung bleiben.

Im letzten Absatz dieser Enthüllungsgeschichte stehen leider etliche Unwahrheiten, die einer Richtigstellung bedürfen.

Es wurde keine Erklärung zur Übernahme der Kosten von 2500 Euro abgegeben, es gab auch keine Sammlung für die Gedenktafel. Die GASAG hat ihrerseits, als Wertschätzung gegenüber dem Lebenswerk von Heinz Knobloch, die gesamten Kosten in Höhe von 3000 Euro sofort zugesagt. Herr Dr. Haschker als Pressesprecher der GASAG, hat mir gegenüber seine Zustimmung zur Finanzierung der Gedenktafel ohne Bedingungen gegeben und auf die verantwortliche Historische Kommission hinsichtlich Text und Gestaltung verwiesen.

Staatssekretär Andre Schmitz, dem ein besonderer Dank gilt, da er Heinz Knoblochs letzte öffentliche Lesung im vollbesetzten Wappensaal des Roten Rathauses ermöglichte sowie die offizielle Trauerfeier im selben Saal einige Monate später, hat ebenfalls sofort dem Ansinnen zugestimmt. Die Ausgewogenheit der Berliner Gedenktafeln (West-Ost) wird gerade durch diese Tafel nachhaltig unterstrichen.

Völlig aus der Luft gegriffen ist die Behauptung: Schwieriger war es, dem Vorstand der Ersten Wohnungsgenossenschaft Pankow die Erlaubnis abzuringen. Gegenteiliges stimmt. Die Wohnungsbaugenossenschaft hat in einem Schreiben vom 6. September 2012 ihre Freude über die Anbringung einer Gedenktafel für Heinz Knobloch zum Ausdruck gebracht und für alle weiteren Planungen unbürokratische Hilfe zugesagt: „Für die Genossenschaft ist es eine Ehre, das der  Schriftsteller Heinz Knobloch über 50 Jahre Mitglied der Genossenschaft war und nunmehr eine Gedenktafel an dem Wohnhaus in dem er lebte und wirkte angebracht wird“, so der weitere Text im Schreiben.

Natürlich hat Heinz Knobloch 38 Jahre in der „Wochenpost“ geschrieben – unbestritten. Aber für spätere Generationen wird sein schriftstellerisches Werk in Form vieler Bücher in Erinnerung bleiben, von denen einige der wichtigsten erst nach 1989 in Westverlagen erschienen sind.

Mit der Einordnung seines Werkes in die Tradition der Berliner Aufklärung, dazu gehören nun einmal Moses Mendelssohn, Gotthold Ephraim Lessing und der Verleger Friedrich Nicolai, wird eine zeitlose Würdigung seiner schriftstellerischen Leistung vorgenommen. Dazu gehören auch der Moses-Mendelssohn-Preis für Toleranz und die Berliner Verdienstmedaille. Die „post DDR“-Auszeichnungen hat er übrigens selbst als wichtiger angesehen, als die früheren Auszeichnungen aus DDR-Zeiten. Natürlich werden seine DDR-Auszeichnungen nicht verschwiegen, stehen sie doch bei Wikipedia und auf anderen Internet-Seiten.

Abschließend noch ein paar Worte zum Knobloch-Zitat der Gedenktafel:  Du überlebst, wenn du nicht alles machst was befohlen wurde. Schon im Juli 1944, als junger Soldat in der Normandie, desertierte er zu den Amerikanern. Als meine Frau und ich 1993 mit ihm die Normandie und St. Lô reisten, sagte er im Anblick tausender Kreuze auf dem deutschen Soldatenfriedhof von Marigny: „ Hätte ich damals den Befehlen gehorcht, läge ich jetzt auch dort“.

Er war schon immer ein Wanderer zwischen den Systemen mit einem ausgesprochenen Sinn für Gerechtigkeit. Ihn als reinen DDR-Schriftsteller darzustellen, entspricht weder seinem eigenen Anspruch, noch der Wahrheit. Seine Reisen zu DDR-Zeiten in die USA, nach Israel und Frankreich, die vielen Kontakte die er dort knüpfte, zeigten einen weltoffenen Flaneur, der auch in unserer  geteilten Stadt von beiden Seiten verehrt wurde und wird. Seine zahlreichen Lesungen im früheren Westteil Berlins und dem Bundesgebiet waren immer gut besucht. Hier hatte er ebenfalls eine große Anhängerschaft.

Das „Helf er sich“ hätte er angesichts dieser Tafelkritik durchaus gesagt, nicht aber im Sinne des „Ossietzky-Artikels“. Da bin ich sicher!

Peter Hüne
Freundeskreis Heinz Knobloch
Berlin

In Ausgabe Ossietzky 13/2013 findet sich jetzt Folgendes unter Antworten

Heinz Knobloch (1926–2003), Feuilletonist. – Gleich vom ersten Heft des ersten Jahrgangs an waren Sie Ossietzky-Autor und hilfreicher Freund dieser Zeitschrift. Darum freut es uns besonders, daß künftig an dem Haus in der Masurenstraße in Berlin-Pankow eine Tafel an Sie erinnern wird – auch wenn die Inschrift nicht den ursprünglichen Vorstellungen Ihrer Freunde entspricht. Ihre langjährige Hausnachbarin und Redaktionskollegin bei der in Nachwende-Zeiten eingestellten Wochenpost, Katharina Schulze, hat darüber in Ossietzky 12/13 berichtet. Hinzuzufügen ist der Hinweis des Freundeskreis-Sprechers Peter Hüne, daß die Gaswerke Aktiengesellschaft die gesamten Kosten in Höhe von 3.000 Euro sofort zugesagt hat und daß dem Freundeskreis ein Brief der Ersten Wohnungsgenossenschaft Pankow zugegangen ist: »Für die Genossenschaft ist es eine Ehre, daß der Schriftsteller Heinz Knobloch über 50 Jahre Mitglied der Genossenschaft war und nunmehr eine Gedenktafel an dem Wohnhaus, in dem er lebte und wirkte, angebracht wird.« Lieber kno, Sie haben, zehn Jahre nach Ihrem Tod, viele Freunde. Hoffentlich werden Ihre Bücher auch künftig viele Leser finden.

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Die JUNGE WELT nimmt nach der Tafel-Enthüllung unter dem Titel Die halbe Wahrheit  den Ball wieder auf, um alte Feindbilder zu bedienen.

 

 

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Am 10. Juli 2013 wurde aus Anlass des 10. Todestages von Heinz Knobloch im Kulturradio des RBB das Feature "Mit beiden Augen" von Renate Beckmann (2009) wiederholt.

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Zum 87. Geburstag von Heinz Knobloch am 3.3.2013
am Gedenkstein am Heinz-Knobloch-Platz
in Berlin-Pankow

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Hinweis auf eine Radiosendung zu Moses Mendelssohn:

An diesem Wochenende bringt Deutschlandradio in der "Langen Nacht"
ein dreistündiges Feature über Moses Mendelssohn:

Siehe:
- http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/langenacht/
- http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/langenacht/1981363/

Ich denke einfach, da muß auch Heinz Knobloch darin vorkommen.

DRadio Kultur beginnt am Sonnabend, den 23.02.2013 um 0:05 Uhr (also Freitag Nacht), der
Deutschlandfunk wiederholt am 23.02.2013 ab 23.05 Uhr.

Lange Nacht  23.02.2013 · 23:05 Uhr

Programmankündigung des Deutschlandfunks:

Mendelssohn galt als "jüdischer Sokrates". (Bild: picture alliance / dpa) Mendelssohn galt als "jüdischer Sokrates". (Bild: picture alliance / dpa)

"Despotismus von jeder Art reizt zur Widersetzlichkeit "

Eine Lange Nacht über den Aufklärer Moses Mendelssohn

Von Karin Beindorff

Als Moses Mendelssohn 1729 in Dessau, im Fürstentum Sachsen-Anhalt, geboren wurde, war die Lage der Juden bedrückend, eingezwängt zwischen der rigiden
staatlichen Gesetzgebung und der strengen Herrschaft orthodoxer Rabbiner.

Mendelssohn hat sich mit unglaublicher Energie und nie versiegendem Fleiß aus der Enge des ihm bestimmten Lebens befreit, wurde ein geachtetes Mitglied der
Berliner Aufklärung. Während er als Hauslehrer, später als Buchhalter und Teilhaber eines Seidenfabrikanten arbeitete, schrieb er Literaturkritiken, übersetzte und
verfasste philosophische Schriften.

Sein "Phädon" machte ihn in ganz Europa berühmt und brachte ihm den Ruf eines "jüdischen Sokrates" ein. Zu Mendelssohns engsten Freunden wurden der Dichter
Lessing und der Verleger und Buchhändler Friedrich Nicolai.

Immanuel Kant schickte ihm zur Beurteilung ein erstes Exemplar der "Kritik der reinen Vernunft". Sein Eintreten für die jüdische Religion und für die bürgerliche
Gleichstellung der Juden trugen Mendelssohn den Titel "Vater der Haskala", der jüdischen Aufklärung, ein.

1786 starb der jüdische Aufklärer - sein Grab wurde von den Nationalsozialisten zerstört, ein unscheinbarer Gedenkstein steht heute auf dem alten jüdischen Friedhof
in der Großen Hamburger Straße in Berlin.

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Mathilde-Jacob-Gedenken


Mittwoch, den 14. März 2012  19.30 Uhr

Neue Aufführung des Features:  "Mit beiden Augen" von Renate Drommer (2009)

Vorführung im Max-Lingner-Haus in Pankow, Strasse 201 Nr. 2  in 13156 Berlin

Der Eintritt ist frei.


 


Heinz Knobloch: Die Suppenlina - Lina Morgenstern- 

Es liest Frank Ciazynski

Sa 27.8.11 Stadtschloss Rostocker Str. 32

Dazu wird Suppe nach einem Rezept von Lina Morgenstern gereicht,

der Frau, die eine Volksküche für Essen zum Selbstkostenpreis einrichtete.

siehe dazu Näheres auf der Nachlass-Seite unter Nr. 5 . Das Buch ist im Handel und im Antiquariat zu erwerben.


Anfang August 2011: In diesen Tagen, wo täglich Zeitungsartikel und Fernsehbeiträge zum Thema 50 Jahre Mauerbau veröffentlicht werden, ist unsere Leseempfehlung eindeutig:

Heinz Knobloch: Neun Tage vor meiner ersten Nierenkolik (erschienen erstmals 1989 in: Schlemihls Garten. Geschichten. Und Feuilletons von der Seite 22. Auswahl: Peter Moses-Krause. Illustrationen: Wolfgang Würfel. Berlin (West) (Verlag Das Arsenal) 1989, am 21.10.89 in der taz; 1990 in Sinn und Form, 1991 in der Wochenpost

In diesem Feuilleton hat er schon 1962 seine Eindrücke in jenen Tagen verarbeitet, insbesondere diejenigen, als er persönlich beim Zwangsumzug der Bewohner aus den Häusern unmittelbar an der Grenze dabei war. Erschienen ist es allerdings erstmals 1989 unmittelbar vor dem Mauerfall in Westberlin.

Das lohnt auch heute, gelesen zu werden. Kein Heldentum, keine Effekthascherei. So kennen wir unseren KNO! Sie lesen selbst, Sie urteilen selbst!


Öffentliche Veranstaltung am 4. März 2011 zum 85. Geburtstag von Heinz Knobloch

FeatureZeit Stadtmitte

"Mit beiden Augen" von Renate Drommer

Ort:

Evangelisches Kirchenforum Stadtmitte (Gemeinde St. Petri-St. Marien)
Klosterstraße 66

Beginn:

19.30 Uhr

Die Veranstaltung fand sehr großen Zuspruch und war mit dankbaren Applaus für die Veranstelter verbunden.

Soweit andere Veranstaltungen mit Bezug zu Heinz Knobloch angeboten werden, können Sie dies gern dem Webmaster zum kostenlosen Veröffentlichen auf dieser Seite  mitteilen.


Frühere Veranstaltungen

Do 15.7.2010 - 14:30 - 15:30 Uhr
"täglich geöffnet" Lesung über Heinz Knobloch
Ruth Roma Völz - im Literatur-Café   Kadiner Str. 1. Nähe Frankfurter Tor Karl Marx Allee

13.05.2010  ab 9.05 Uhr (Himmelfahrt): Das erste Feature mit Heinz Knobloch bei Radio Bremen schon 1982!!!

Wanderung zu Fontanes Grab Ein Feature aus Ost-Berlin - von Heinz Knobloch
Funkbearbeitung: Günter Demin - Produktion Radio Bremen 1982

Nordwestradio 9.05 Uhr

24. Mai 2010  14:04 -15.00 Uhr  am Pfingstmontag, den - im "Kulturradio rbb"

Feature:  "Mit beiden Augen" von Renate Beckmann (2009)

www.kulturradio.de  (in Berlin: UKW 92,4 MHz), auch im Kabel und per Satellit oder livestream

24. Mai 2010, von 16.05 - 17.30 Uhr also am gleichen Pfingstmontag anschließend: 

Heinz Knobloch liest: "Eierschecke - Eine Dresdener Kindheit" (Aufzeichnung einer Veranstaltung in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung am 27.10.1995

zu empfangen bei: MDR figaro

Erstsendungen des Feature "Mit beiden Augen" im Nordwestradio (Radio Bremen)
Sonntag  27.12.09 9 Uhr und Mittwoch, 30.12.2009

Feature:  Mit beiden Augen

Oder: Die Weltsicht des Feuilletonisten Heinz Knobloch

Von Renate Beckmann

Sich an Heinz Knobloch erinnern, heißt, sich an die "Wochenpost" erinnern. In dieser Zeitschrift begann seine Karriere. Für die Seite 22 schrieb er Woche für Woche ein Meisterstück der kleinen literarischen Form, das Feuilleton. Die Rubrik hieß "Mit beiden Augen". Der Titel war ihm 1968 in der Berliner U-Bahn eingefallen: "Nach und nach zeigte sich, was in den drei Wörtern steckt. Plastisches Sehen, weites Blickfeld. Man kann blinzeln, ein Auge zukneifen, ein Auge zudrücken. Oder alle beide … Eines Tages erfuhr ich beim Optiker, ich hätte zwei verschiedene Augen. Das eine sieht kurz, das andere weit."

Heinz Knobloch durfte etwas, was im DDR-Journalismus selten war: Er suchte sich seine Themen aus und konnte Mischung und Reihenfolge selbst bestimmen: "Unter dem Zwang, pro Jahr 52 Ideen zu haben und verwirklichen zu müssen. Dieser Zwang war Vergnügen, denn ich habe ja nur das geschrieben, was ich wollte. Und wer kann das von sich sagen? Davon wurden 97,77 Prozent gedruckt."

Die Zeitschrift gibt es nicht mehr. Das Land, in dem sie erschien, auch nicht. Heinz Knobloch, der außer seinen Feuilletons eine Reihe hinreißender Bücher geschrieben hat, wie 'Herr Moses in Berlin', ist 2003 gestorben. Aber es gibt viele, die ihn kannten, sich an ihn erinnern und viel zu erzählen haben über den Mann mit dem Schelmenblick, der sich Schwejk zum Großvater gewählt hatte.

Produktion Radio Bremen/rbb 2009


Knoblochabend 2010


Ergänzungen zum tatsächlichen Ablauf des Abends:

 

 

Einleitungsmusiktitel: Girl from Ipanena (kompniert v. Jobim)

 

 

mit Originaltausschnitten aus dem Feature

Zwei ergänzende Interviewausschnitte mit Manfrd Butzmann und Daniel Knobloch

 

 

Footprints (Shorter)

6 Texte von Heinz Knobloch selbst gelöesen:: Das falsche Grab, Der liebe März, Hat's geschmeckt?; Im Vorübergehen, Gemeinsame Idylle und Schlüsselerlebnis

 

Blue Bossa (Dorham)

 

Es tut mit leid; Diese Geschichte; Ein Irrtum; Im Straßencafé, Lesung und Die Handtasche

 

All Blues (Davis)

 

 

 

 


Veranstaltung April 2009

Die Freunde von HEINZ KNOBLOCH laden ein:

Montag, den 27. April 2009, 20 Uhr

Dorotheenstädtische Buchhandlung, Moabit, Turmstr. 4

aniberry01_red.gifGartenlust und Gartenliebe bullet_heart.gif

Verbesserte Neuauflage mit Fotos von Franziska Knobloch

Lesung mit Frank Ciazynski

Eintritt frei!

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Veranstaltung zum 82. Geburtstag

 


Ausstellung "Mit beiden Augen" von Wolfgang Würfel

16.2.2008  - 2. März 2008

 

16:00 Uhr, Ausstellung: „Mit beiden Augen“

Bürgerhaus

 

  • Wolfgang Würfel- ein Leben für Kunst und Literatur Eröffnung am 16.02. um 16. 00 Uhr Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 15 -17.00 Uhr .
  • Am 16.02.und 17.02 sowie am 01.03. und 02.03.ist der Künstler selbst anwesend.
  • Wolfgang Würfel, geboren in Leipzig, wohnt seit vielen Jahren in Glienicke. Seit dem Abschluss seines Studiums war er als Maler und Grafiker tätig. Er ist einer der bekanntesten Buchillustratoren und gewann viele Preise; so unter anderem 1971 die Goldmedaille für Illustration auf der Internationalen Buchkunstausstellung in Leipzig, 1976 das Certificate of Honor „Hans Christian Andersen“ und 1987 den Hans Baltzer- Preis für Illustration. Von 1962 -1983 erhielten von ihm illustrierte Bücher die Auszeichnung „Schönstes Buch des Jahres“. Er war beteiligt an vielen Ausstellungen, unter anderem in Berlin, Dresden, Moskau, Wien, Leipzig, Bratislava, Bologna, Prag, Minsk, Bukarest, Budapest, New York, Erfurt, Hamburg, Wilhelmshaven, Oldenburg, Lübeck. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt des Schaffens von Wolfgang Würfel von der Anfangszeit bis heute.

Moskauer Str. /Ecke Schiller Str.
16548 Glienicke/Nordbahn

 

 

 

 

 

 

 

Frühere Ausstellung:

W ü r f e l e i e n                                                                                                        

Ausstellung zum 75. Geburtstag von Wolfgang Würfel vom 3. bis 31. März 2007
„Was für ein schönes und zutreffendes Bild : Ein Mensch heißt Würfel und ist vielseitig“   (Heinz Knobloch 1991)

Vernissage anläßlich des 75. Geburtstags von Wolfgang Würfel

am 3. März 2007 (dem 81. Geburtstag von Heinz Knobloch)

ab 18 Uhr in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung, Turmstr. 5 (Stadtplan),  Berlin-Moabit.

mit der Verlesung einer Ansprache von Heinz Knobloch zur Eröffnung der Ausstellung :
Bilder und Bücher von Werner Schinko und Wolfgang Würfel  (Hamburg 23. September 1991)

Lesung

 

Rolf Pfeiffer und

Frank Ciazynski
aus:

Schriftwechsel Heinz Knobloch-Rolf Pfeiffer 1997-2003

Wolfgang Würfel beim Signieren eines vom ihm illustrierten Buches

 

Im Hintergrund aktuelle Arbeiten des Künstlers in der Ausstellung in der Kunsstätte Dorothea (Dorotheenstädtische Buchhandlung, Berlin-Moabit)

Wolfgang Würfel
Bekannt wurde er vor allem durch seine wöchentlichen Illustationen des Feuilletons von Heinz Knobloch in der Wochenpost. Zudem illustrierte er viele Bücher (vor allem Kinderbücher).
Derzeit arbeitet Wolfgang Würfel vorrangig in Öl und hat mit seiner selbstentwickelten Technik einen an Chagall erinnernden Stil entwickelt.
Werdegang
    * 1946 - 1949 Lehrausbildung im Malerhandwerk
    * 1950 - 1955 Studium an der Hochschule für bildende und angewandt Kunst in Berlin-  Weißensee bei den Professoren G. Kreische, A. Mohr, E. R. Vogenauer und E. Jadzewski
    * seit 1955 freiberuflich als Maler und Grafiker tätig
    * 1959 Bronzemedaille in Wien für Illustration
    * 1971 Goldmedaille für Illustration Internationale Buchkunstausstellung, Leipzig
    * 1976 Certificate of Honor "Hans Christian Andersen"
    * 1987 Hans-Baltzer-Preis für Illustration
Auszeichnungen
"Schönstes Buch des Jahres" 1962, 1963, 1965, 1968, 1971, 1972, 1975, 1976, 1979 und 1983
Beteiligung an Ausstellungen
in Berlin, Dresden, Moskau, Wien, Leipzig, Brünn, Bratislava, Bologna, Prag, Minsk, Bukarest, Posen, Budapest, New York (UNO-Gebäude), Erfurt, Hamburg, Wilhelmshaven, Oldenburg, Uelzen, Aschaffenburg, Zwickau, Neubrandenburg, Lübeck, Magdeburg, Berlin etc.


Rückblick

zum 80. Geburtstag ...

In Zusammenarbeit zwischen der Dorotheenstädtischen Buchhandlung und der Edition Hüne fand eine Buchpremiere mit Lesung statt.
In der voll besetzten "Kunststätte Dorothea" wurde am 3. März um 20 Uhr das Buch

Heinz Knobloch / Rolf Pfeiffer:  Schriftwechsel 1997-2003

vorgestellt. Es lasen Mitautor Rolf Pfeiffer und der Schauspieler Frank Ciazynski. Rechts der Buchhändler Hans-Peter Rimpel

Anschließend war in Anwesenheit der Familie von Heinz Knobloch,des Freundeskreises und der Gäste bei einem Büffet Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Zum Buch:

Zwischen Dezember 1997 und Mai 2003 tauschten Heinz Knobloch und Rolf Pfeiffer fast 1000 Faxe aus, von denen etwa 250 in dem Buch veröffentlicht werden. Kleine und große Geschichten des Lebens, Betrachtungen über Politik, Krankheit und Probleme des Älterwerdens...

Das Buch ist erschienen im Verlag Books on Demand, Norderstedt, 260 Seiten (davon zehn Seiten Farbfotos), Hardcover, ISBN: 3833444681, Ladenpreis 24,80 €uro
zu haben in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung, Turmstraße 5 in Berlin-Moabit

Bestellungen sind auch möglich über:

Edition Hüne
Ansgarstraße 14
13465 Berlin (-Frohnau)

Ruf:     (0 30) 4 06 13 42
Fax:    (0 30) 4 06 13 84
eMail: huene-huene@freenet.de

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Stand: 05.03.06


Aktivitäten des "Freundeskreises Heinz Knobloch"


An seinem Hauptwirkungsort Berlin hat sich nach seinem Tod ein "Freundeskreis Heinz Knobloch" gebildet, der - anknüpfend an die Tradition seiner öffentlichen Lesungen - Veranstaltungen und Aktivitäten mit Bezug zu Person und Werk Knoblochs durchführen möchte.

Öffentliche Treffen des Freundeskreises haben mehrfach in der "Kunststätte Dorothea" der Dorotheenstädtischen Buchhandlung in Berlin-Tiergarten gegenüber dem Moabiter Kriminalgericht stattgefunden. (In dieser Buchhandlung, geführt von Klaus-Peter Rimpel, hatte Heinz Knobloch häufig gelesen. Hier gibt es auch die größte Auswahl seiner lieferbaren, aber auch älterer Bücher)

Einen ersten großen Erfolg zur öffentlichen Würdigung der Person Heinz Knoblochs haben Mitglieder des Freundeskreises mit der Initiative zur Benennung eines Heinz-Knobloch-Platzes im Bezirk Pankow bereits erreicht.
Beziehungsreich ist eine Grünanlage nach ihm benannt ("Mißtraut den Grünanlagen!" heißt einer seiner Buchtitel). Der Platz liegt an der Masurenstraße in Pankow direkt seiner letzten Wohnung gegenüber.
Das Relief der in Worpswede gefertigten Bronzeplatte stammt von Prof. Georg Thieme, der Text von Knoblochs langjährigen Illustrator Wolfgang Würfel.

Der Stein wurde dort am 3. März 2005 enthüllt. Der Platz ist im Stadtplan unter www.berlin.de zu finden.

Foto: H. Mehnert, Juli 2005

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